Berenice 0Comment

Ihr Lieben,

wir starten in eine neue Runde unserer Rubrik „Wir fragen – wir antworten“. Dabei stellen wir uns gegenseitig Fragen zu aktuellen Themen oder Themen rund um Elternschaft. Heute ist es ein sehr ernstes Thema: der Klimawandel. Ein Thema, das uns wirklich schon lange beschäftigt und zu dem wir uns viele Gedanken machen…

Sylvi fragt – Berenice antwortet

1. Liebe Berenice, wenn du an dein Einkaufsverhalten denkst. Achtest du darauf regional zu kaufen, Plastik zu vermeiden, etc. und wie gelingt dir dies?

In den letzten Wochen und Monaten achte ich mehr darauf, was ich kaufe. Ich bin weg von den Plastikflaschen und kaufe ausschließlich Glasflaschen. Ebenso ist es mir wichtig, dass ich Plastik meide so gut es geht. Mein Obst packe ich beispielsweise nicht mehr in diese kleinen dünnen Plastiktüten, sondern wiege es lose ab. In unserem Supermarkt bei uns um die Ecke gibt es sehr viele regionale Produkte, was ich wirklich toll finde. Aber ich muss ganz klar sagen, dass es immer auch eine Frage des Geldes ist. Gerade als alleinerziehende Mama mit zwei Kindern muss ich schauen, wofür ich mein Geld ausgebe und leider sind plastikfreie Alternativen oft teurer.

2. Du musst noch schnell was einkaufen. Wählst du Auto, Fahrrad oder gehst du gar zu Fuß? Wie wägst du ab, was du wählst?

Mein Plan ist, dass ich mir überhaupt einen Plan mache. Sehr gerne würde ich einmal pro Woche Großeinkauf machen und den dann mit dem Auto erledigen. Das scheitert aber daran, dass ich keinen Speiseplan mache und jeden Tag überlege, was ich kochen könnte. Daher gehe ich eigentlich jeden Tag einkaufen. Der Vorteil daran: ich brauche nie viel. Bei mir in der Straße ist ein großer Supermarkt, in dem ich alles bekomme, was ich brauche. Ich erledige wirklich 95% der Einkäufe zu Fuß. Und wenn ich schwere Dinge kaufe wie Getränke dann schiebe ich meinen Einkauf einfach im Einkaufswagen nach Hause und bringe den dann zurück.

3. Welche Aspekte in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind dir in der Erziehung deiner Kinder besonders wichtig?

Das Thema geht an meiner großen Tochter nicht vorbei und sie beschäftigt sich sehr damit. Auch die Kleine ist interessiert und fragt, warum die Eisbären denn bald kein Eis mehr haben. Wir greifen das Thema auf und überlegen gemeinsam, was wir als kleine Familie tun können, um einen positiven Beitrag zu leisten. Wichtig ist mir, dass die Kinder ein Bewusstsein entwickeln für unsere Umwelt und den Planeten. Wir nutzen z.B. das Auto nur, wenn es wirklich sein muss oder versuchen viele Dinge wiederzuverwenden.

4. Ich habe kürzlich mal unsere gesamten Kosmetikprodukte genauer unter die Lupe genommen. Was ist dir besonders wichtig, wenn du an diesen Bereich denkst?

Oh ja, da sprichst Du was an… Also das ist ein Bereich, mit dem ich mich noch so gar nicht beschäftigt habe. Ich achte in erster Linie tatsächlich darauf, wie gut ich ein Produkt vertrage. Dabei wähle ich auch oft Naturkosmetik. Dennoch habe ich das Gefühl, dass hier alles in Plastik verpackt ist und voller schlechter Inhaltsstoffe steckt. Das ist also definitiv ein Punkt, mit dem ich mich beschäftigen muss.

5. Gibt es bei euch im Umfeld eigentlich Möglichkeiten direkt beim Erzeuger einzukaufen? Gibt es Unverpackt-Läden? Und wenn, ja nutzt ihr diese?

Bei uns gibt es samstags einen großen Wochenmarkt, bei dem man wirklich toll einkaufen kann. Dort bekommt man tolle Produkte direkt auf der Region und direkt vom Feld. Das mag ich sehr ! Außerdem gibt es auch im Umkreis viele Bauern, die ihre Produkte anbieten. Das meiste kaufe ich im Supermarkt, aber mir ist es wichtig, auch die Erzeuger vor Ort zu unterstützen. Ein Unverpackt-Laden ist bei uns im Prt seit etwa einem Jahr in Planung. Es wird renoviert und gebaut, aber leider verzögert sich die Eröffnung immer wieder – wobei ich schon super gespannt bin auf den Laden !

Klimawandel Klimastreik Kinder

Berenice fragt – Sylvi antwortet

1. Liebe Sylvi, ist das Thema Klimawandel für Dich aktuell oder wird es von den Medien breit getreten?

Für mich ist das defintiv ein aktuelles Thema und nicht nur Medienmache. Im Grunde ist es schon seit vielen Jahren ein Thema für mich und ich freue mich, dass durch Greta Thunberg und die Bewegung Friday for Future immer mehr Menschen wachgerüttelt werden und sich auch damit beschäftigen, was sie selbst für einen Beitrag leisten können. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir alle etwas dazu beitragen können unsere Erde zu schützen. In vielen Lebensbereichen haben wir eine Wahl. Es ist unsere Entscheidung, ob wir dreimal im Jahr in den Urlaubsflieger steigen und auch beim Einkauf können wir ganz bewusst entscheiden. Im Grunde hat sich in der letzten Zeit ja auch schon einiges bewegt. Plötzlich gibt es statt der Plastiktüten am Obst- und Gemüsestand im Supermarkt auch wiederverwendbare Netze. Vor zwei Jahren wäre das noch völlig undenkbar gewesen. Zwar sind auch diese aus Kunststoff, aber es ist ein erster Schritt.

2. Habt Ihr zuhause konkret etwas umgesetzt, um euren positiven Beitrag zu leisten?

Wie ich schon sagte, beschäftige ich mich seit Jahren mit einer bewussten und nachhaltigeren Lebensweise. Dabei haben wir einen Schritt nach dem Anderen gemacht. Ich nehme mir immer wieder einen neuen Bereich vor und überlege, was wir besser machen könnten. Meine Familie musste ich erst davon überzeugen mitzuziehen, aber mittlerweile unterstützen sie mich dabei. Früher hat mich mein Vater immer belächelt, wegen meiner / unserer Lebensweise, heute achtet er selbst darauf beispielsweise Glasflaschen statt Plastikflaschen zu kaufen. Doch zurück zu den Dingen, die wir konkret umgesetzt haben: wie schon gesagt kaufen wir Getränke ausschließlich in Glasflaschen, kaufen einen nicht zu unterschätzenden Anteil unserer Lebensmittel im Bioladen um die Ecke und achten dabei auf Regionalität und Saisonalität. Auch beim Einkauf im Supermarkt wähle ich den Apfelmus im Glas statt im Tetra-Pack. Plastikschüsseln und -dosen wurden und werden nach und nach durch Edelstahl- oder Porzellanvarianten ersetzt. Die Kosmetik habe ich intensiv überprüft und mich mir Alternativen im Bereich der Naturkosmetik gesucht, die möglichst ebenfalls nicht in Plastik verpackt sind. So ist die Zahnpasta jetzt im Glas und die Seife kommt als Stück daher, was maximal in Pappe verpackt ist. Ich sage ja, es gibt kleine Dinge, die jeder von uns umsetzen kann.

3. Siehst Du bei Dir persönlich Verbesserungspotenzial? Wenn ja, wo?

Natürlich, den gibt es glaub ich immer. Das Thema Auto ist noch eines, aber das ist definitív auch ein Kostefaktor. Ein Elektroauto wäre definitiv noch mal ein Wunsch von uns. Und auch mit der Thema Kleidung müsste ich mich noch einmal intensiver auseinandersetzen und nach Alternativen suchen.

4. Ist der Klimawandel bei Euch im Kindergarten bereits Thema bei den Kleinen?

Nein, bisher leider nicht. Aber ich habe gerade eine Weiterbildung zum Thema: Bildung für nachhaltige Entwicklung gemacht, denn ich möchte das Thema auch im Kindergarten mit den Kleinen aufgreifen. Ich möchte zum Nachdenken anregen und mich mit Ihnen austauschen und glaube das wird ein ganz spannender Prozess, der auch mir noch viel Input bringen wird.

5. Welcher Spruch käme auf Dein Klimademo-Plakat?

Macht die Augen auf und packt mit an!

Ich hatte mir von der Bundesregierung tatsächlich mehr erhofft. Das Klimasschutzpaket auf das man sich kürzlich geeinigt hat, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein –  leider. Gerade deshalb sollte jeder Einzelne von uns seinen Beitrag leisten, nur so gelingt es auch im Einzelhandel Veränderungsprozesse anzustoßen.

Wie ist das denn bei euch? Beschäftigt ihr euch mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit?

Bis bald,

Berenice & Sylvi

Mehr aus der Reihe „Wir fragen – wir antworten“ findet Ihr hier:

Gedanken zum Umgang mit schlechten Noten

Gedanken zu Kindern und Gesundheit

Gedanken zur Work-Life-Balance

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