29. Januar 2019 Sylvi 0Comment

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Ihr Lieben,

wir alle haben Ängste. Und auch Kinder haben oft bereits Ängste. Heute möchte ich euch 5 ganz besondere Bücher vorstellen, die im Rahmen von zwei Seminarveranstaltungen an der Philipps-Universität Marburg entstanden sind. An diesem Pilotprojekt nahmen fünf Studierende der Bildenden Kunst und zwölf Studierende der Psychologie teil. Dabei ging es den Studierenden darum Kinderbücher zu psychologisch relevanten Themen, wie Verlust, ADHS oder Trennungsangst zu entwickeln. Dabei war es den Studierenden wichtig, dass diese psychoedukativen Bilderbücher zu psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter auch den neuesten Wissensstand zu den jeweiligen Störungen repräsentieren. Heute möchte ich euch diese fünf Bücher genauer vorstellen.

Die kleine Eule Luna und wie sie lernte mit ihrer Trennungsangst umzugehen

In einem kleinen Waldstück, in der Nähe einer schönen Wiese, lebt die kleine Eule Luna. Luna ist die Jüngste in ihrer Familie und geht noch in die Kleine-Eulen-Schule. In letzter Zeit geht es der kleinen Eule allerdings gar nicht gut, wenn sie den Eulenbaum verlassen muss – Luna hat Angst! Angst davor, dass etwas Schlimmes passieren könnte und deshalb bleibt sie in letzter Zeit oft zu Hause.

Doch einiges Tages muss Lunas Mama zu einem wichtigen Eulentreffen und Luna ist allein zu Hause. Sie macht sich große Sorgen um ihre Mama, doch dann entdeckt sie vor ihrem Fenster leuchtende Punkte. Sie öffnet das Fenster und lernt das Glühwürmchen Sole kennen. Ob es Sole gelingt Lunda davon zu überzeugen, dass es besser ist sich seinen Ängsten zu stellen?

Paul und der rote Luftballon. Ein Buch für Kinder, die mutig werden und neue Freunde finden

„Ich könnte ausgelacht werden“ oder „Niemand mag mich!“ – solche sozialen Ängste kennen wir alle. Paul kennt solche Ängste nur zu gut. Diese machen ihn traurig, denn eigentlich hätte er sehr gerne Freunde zum Spielen.

Eines Tages fasst er den Mut und nimmt sich selbst vor, dass er etwas erleben möchte. Da entdeckt er im Busch einen roten Luftballon. Daran ein Zettel mit einer Adresse. Paul will den Luftballon seiner Besitzerin bringen und startet so in ein besonderes Abenteuer bei dem er lernt sich Dinge zu trauen, die er sonst sicher nie für möglich gehalten hätte.

Im Gedanken ein Fuchs – Ein Buch für sozial ängstliche Kinder, sie selber kleine Füchse sind

Viele Kinder verlässt der Mut in Situationen, wenn andere Menschen sie beurteilen und schlecht über sie denken könnten. So geht es auch Lea. Leas bester Freund ist Pocci, ein Kängubär, eigentlich ist es sogar Leas einziger Freund, aber das macht Lea nicht viel aus. Pocci hilft Lea, wenn sie Angst hat, denn Pocci ist immer für sie da.

Am ersten Schultag hat Lea viele Ängste. Der Gedanke, dass alle anderen Kinder schon Freunde haben, ist eine davon. Mit den fremden Kindern reden, eine weitere. Deshalb verkriecht sich Lea mit all ihren Ängsten unter einem Bau und rollt sich zusammen, wie ein Fuchs. Wie Pocci unserem kleinen Fuchs hilft ihre Ängste zu überwinden, könnt ihr in diesem Buch lesen.

Zappel-Zirkus Zacharias. Ein Buch für zappelige Zirkuskinder mit ADHS, ihre Zirkusfamilien, Freunde und Zirkusdompteure

Mithilfe dieses Buches soll es betroffenen Kindern leichter gemacht werden ihre aktuelle Situation zu verstehen, denn Hyperaktivität und Impulsivität beeinträchtigen Kinder mit ADHS sehr. Enno ist ein kleiner Zirkuselefant, der in einem roten Wohnwagen wohnt und viele Freunde hat.

Aber Enno passieren immer allerhand Missgeschicke, weil er so oft zappelig ist. Dann ist es mit seinen Freunden manchmal auch nicht wirklich einfach. Eines Tages krabbelt jedoch der Zappelfloh Zacharias aus Ennos Ohr und erklärt ihm, dass er für Ennos Zappeligkeit verantwortlich ist. Mithilfe des Zirkusdompteurs lernt Enno mit seinem Zappelfloh besser umgehen zu können.

Opas Stern. Ein Trost- und Erklärbuch für Kinder und ihre Eltern

Auch der Tod gehört zum Leben und genauso wie wir Erwachsenen um engste Angehörige trauern, müssen auch Kinder die Möglichkeit bekommen Abschied zu nehmen. Als Jons Opa stirbt, beschließt er den Stern seines Opas zu suchen.

Eine Reise in die eigene Trauer mitsamt all dieser Gefühle, wie Traurigkeit, Wut und Enttäuschung beginnt. Doch Jon erkennt am Ende seiner Reise, dass sein Opa eigentlich immer noch da ist. Denn selbst, wenn er nun Tod ist, so ist er doch in seiner Erinnerung und in seinen Gedanken noch da. Opas Stern greift sehr gefühlvoll und kindgerecht das Thema Abschied nehmen und Trauerarbeit auf.

In all diesen Büchern gibt neben der Geschichte auch Übungen für die Kinder sowie Informationen für die Angehörigen. Zudem immer auch eine Übersicht über Anlaufstellen, die weiterhelfen können.

Die Bücher richten sich dabei an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, doch selbst mit jüngeren Kindern kann man diese Bücher lesen bzw. die Geschichten verkürzen und einfach frei zu den Bildern erzählen. Sie helfen sicher dabei Ängste zu bewältigen.

Eine wundervolle und sehr empfehlenswerte Reihe, die im Hogrefe Verlag erschienen ist.

Mehr Buchtipps:

Ich schreib dir einen Brief – Erste Post für Grundschüler

Nestwärme, die Flügel verleiht von Stefanie Stahl und Julia Tomuschat

„Mein Jahr zum Glück“ von Hannah Doyle

Eure

Sylvi

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