14. Februar 2018 Sylvi 0Comment

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Ihr Lieben,

zwischen Weihnachten und Neujahr waren wir in Koblenz und konnten in dieser Zeit auch den Volvo V90 testen. Da ich mich mit Autos ja nicht sonderlich auskenne, stellt euch Volker heute den Volvo näher vor. Prädestiniert ist er auf jeden Fall dafür, denn beruflich ist er viel mit Dienstwagen der unterschiedlichsten Marken unterwegs….


„Er ist da!“: rufen die Kinder, als sie unseren neuen Testwagen, einen Volvo V90, auf der Straße vorfahren sehen. Ich glaube, sie sind aufgeregter als ich. Doch auch in mir breitet sich eine gewisse Anspannung und Vorfreude aus. Es kommt eben nicht so oft vor, für 14 Tage einen Oberklassewagen im Wert von ca. 85 000€ testen zu dürfen.

Wie verabredet wird das Fahrzeug direkt vor der Haustür ordnungsgemäß übergeben. Nach einer kurzen Einweisung verlässt uns der Fahrer und ab nun bin ich für die nächsten Tage stolzer „Bediener“ eines 4,93 Meter langen „Straßenkreuzers“.

Der Volvo V90 im Test

Erster Eindruck

Bekanntlich ist der erste Eindruck entscheidend. Mir fällt es schwer, mein breites Grinsen zu verbergen. Das elegante Design mit einer bulligen Kühlerfront gefällt mir und macht neugierig auf dass, was dieses Fahrzeug noch so für mich bereit hält.

Geschmäcker können verschieden sein, doch mich spricht seine Optik total an.

Viele von euch sind vermutlich seit Jahren, genau wie ich, einer Automarke treu. Volvo stand bisher nicht im Fokus meines Interessenbereiches. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Marke Volvo in unserem Straßenbild deutlich unterrepräsentiert ist. Zudem wird ein solches Fahrzeug aufgrund seines Preises ein ewiger Traum für die meisten bleiben.

Umso mehr genieße ich die Chance, mich in den nächsten Tagen diesem Fahrzeug-Segment zu nähern. Ganz unbedarft bin nicht, denn beruflich habe ich desöfteren die Möglichkeit, verschiedene Oberklassenfahrzeuge (BMW 5er, Mercedes E, Audi A6) zu fahren. Diese Erfahrungen nutze ich zum Vergleich.

Nun, in 14 Tagen kann man recht ausführlich ein Fahrzeug testen und im Alltag so seine Erfahrungen sammeln. Alle meine Erfahrungen würden ein kleines Buch füllen, daher erlaubt mir auf ein paar Wenige, aus meiner Sicht wesentliche, Punkte einzugehen.

Der Innenraum des Volvo V90

Wie bereits die Optik von außen vermuten ließ, bietet der V90 sowohl für den Fahrer und Beifahrer als auch im hinteren Fond mehr als ausreichend Platz. Edle Materialien, in unserer R-Design Ausführung vorwiegend Leder, Carbon und Alu, tragen ihr übriges zum Wohlfühlfaktor bei.

Was sofort ins Auge fällt ist ein riesengroßer 22,9cm Bildschirm in der Mitte der Armatur. An diesem Kontrollzentrum lassen sich so alle erdenklichen Funktionen spielerisch steuern. Da somit alle sonst bekannten Knöpfe und Schalter im Cockpit fehlen, wirkt der Innenraum aufgeräumt, aber nicht schlicht.

Innenraum Volvo V90 Testbericht

Besonders hervorzuheben ist der Sitzkomfort. Insgesamt haben wir ca. 2000km zurückgelegt. Da verbringt man schon die eine oder andere Minute/Stunde im Auto. Ich muss gestehen, dass ich mich in keinem anderen mir bekannten Fahrzeug wohler gefühlt habe. Zu jeder Zeit hatte man das Gefühl in der 1. Komfort-Klasse  zu reisen.

Ich kann nur empfehlen, auch als Fahrer einmal in der zweiten Sitzreihe Platz zu nehmen. Von hier aus wird einem erst die wahre Größe bewusst. Während der Fahrt kann man die Aussicht nicht nur durch die Seitenfenster, sondern auch durch das Panoramadach genießen. Dadurch wirkt der eh schon große Innenraum noch offener und gewinnt mehr an Raumgefühl.

Volvo V90 Innenraum Testbericht über den Volvo V90

Am meisten habe ich mich in das Head-Up-Display verliebt, bei dem alle wichtigen Informationen direkt in der Windschutzscheibe gespiegelt werden. Nach den 14 Tagen werde ich dieses Gimmick in meinem Opel vermissen.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Zusammenspiel von Raumgefühl, Sitzkomfort, Haptik der Materialien, Anordnung der Instrumente und Fahrerdisplay sowie der Gesamteindruck des Interieurs mich zu 100 Prozent angesprochen hat und ich mich zu jeder Zeit, ob im Stadtverkehr oder auf der Autobahn, wohlgefühlt habe.

Das Assistentsystem des Volvo V90

Bei Volvo heißt die Technologie, die das Fahren sicherer und entspannter gestalten soll, INTELLISAFE. Dieser Assistent hält ständig Ausschau nach möglichen Gefahren, kann das Fahrzeug in der Fahrbahnmitte halten, hält einen festgelegten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und bremst bei Bedarf. Hier muss man sich ausreichend Zeit nehmen um alle Funktionen testen und eigene Erfahrungen sammeln zu können. Gerade der Spurhalteassistent verlangt schon ganz schön viel Vertrauen in die Technik. Es ist aber erstaunlich, wie schnell die Entwicklung zum autonomen Fahren vorangeht.

Trotz Vierzylinder recht dynamisch

Vergleiche ich die Motorisierung mit ähnlichen Fahrzeugtypen, stelle ich sofort fest, dass der Volvo V90 statt einem sonst gängigen Sechszylinder nur mit einem Vierzylinder-Biturbo-Diesel mit 2,0 Liter Hubraum auskommt. Natürlich kommt er damit nicht an die Fahrleistung eines BMW oder Mercedes heran, die in der Regel zwei Zylinder und einen Liter Hubraum mehr haben. Dennoch fühlt sich der V90 trotz seiner Größe dynamisch an.

Das schafft er aufgrund seiner Powerpulse-Technik. Das heißt, ein Druckluftspeicher liefert bei niedriger Drehzahl genau den Druck, wo sonst das Turboloch sich bemerkbar machen würde.

Wer nicht unbedingt einen „Sportler“ haben möchte, sondern eher bequem unterwegs sein möchte, kann dies mit dem V90 ohne Probleme, ohne auf die notwendige Durchzugskraft zu verzichten. Er ist nicht ganz so agil, die Lenkung weniger spontan, aber dafür fährt er wie auf Schienen.

Kein Gepäck-Tetris mehr

Obwohl im Vergleich zum Mercedes E T-Modell und BMW 5er Touring der Volvo V90 den kleinsten Kofferraum bietet, konnte der Volvo in unserem Praxistest ohne Einschränkungen bestehen. Ohne Mühe konnte ich das gesamte Familienreisegepäck für unsere 5 Tages-Silvestertour nach Koblenz verstauen. Da stand ich bisher mit meinen Opel Zafira B häufig vor der Herausforderung von „Gepäck-Tetris“.

Volvo V90 im Test

Mankos des Volvo V90

Neben der Euphorie sei auch ein kleiner Absatz zu Dingen erlaubt, die mir nicht ganz so gefallen haben.

Wer es noch gewohnt ist ohne Überholassistent den toten Winkel mit dem Schulterblick zu prüfen, wird der Blick beim V90 durch die breite B-Säule versperrt. Hier gilt es sich vermehrt auf die elektronischen Assistenten zu verlassen.

Störender empfand ich jedoch die Spiegelungen der oberen Armaturen in der Frontscheibe. Grund sind die unterschiedlich verbauten  Materialien und Reflexionskanten im Armaturenbrett, insbesondere der Mittellautsprecher der Soundanlage by Bowers & Wilkins. Gerade bei der Verwendung des Head-Up-Displays wirken diese zusätzlichen Reflexionen irritierend.

Zuletzt nur ein kleiner Hinweis! Wer mit dem V90 nur zum Shoppen in die Stadt möchte muss sich bewusst sein, dass er mit einem Wendekreis von knapp 12 Metern nicht jede enge Kurve in einem Zuge absolvieren kann und auch nicht jedes Parkhaus für dieses Schiff geeignet ist. Doch das Revier des V90 ist ja nicht das Parkhaus!  Mit dem V90 gilt es also vorausschauend zu fahren und den Frust zu bearbeiten, öfters auch mal eine Kurve in drei Zügen zu absolvieren.

Fazit

Mich hat nach dieser Zeit das Gesamtpaket Volvo V90 über alle Maßen überzeugt. Alle Einzelaspekte wirken durchdacht und aufeinander abgestimmt. Zahlreiche Assistenten (z.B. nicht beschrieben die Einparkhilfe aus der Vogelperspektive, automatische Heckklappe oder der Transponderschlüssel) machen das Leben leichter, ohne den tatsächlichen Fahrspaß zu verlieren.

Fazit: Ich werde wohl wieder Lotto spielen müssen….


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*Das Auto wurde uns zu Testzwecken von Volvo zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst allerdings nicht unsere Meinung.

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