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Ihr Lieben,

ich möchte eine Geschichte erzählen, die schon viele Jahre zurückliegt. Als unsere große Tochter etwa 5 Jahre alt war, kam eine Kindergartenfreundin von ihr eines Nachmittags mit zu uns zum Spielen. Es war ein verregneter Herbstttag und so konnten und wollten die Kinder nicht draußen spielen. Sie spielten also eine Weile gemeinsam im Kinderzimmer und irgendwann kam meine Tochter und fragte, ob sie ein bisschen Fernsehen dürften. Ich hatte nichts dagegen und so schauten die Kinder einige Minuten eine altersgerechte DVD. Nach kurzer Zeit wollte meine Tochter den Fernseher ausschalten. Sie hatte offensichtlich keine Lust mehr fernzusehen, doch die Kindergartenfreundin wehrte sich dagegen und stellte meiner Tochter bewusst ein Bein, damit diese nicht an die Fernbedienung kam. Die Freundin tobte und kommunizierte ganz offen, dass sie jetzt fernsehen wollte, denn das dürfe sie zu Hause nie.

 

Für mich war dieses Erlebnis ein Schlüsselerlebnis, denn es bestätigte mich darin, dass ich intuitiv richtig handelte. Egal in welchem Bereich der Erziehung: Verbote führen zu nichts.

 

Und so sehe ich das in Bezug auf Medien. Unsere Kinder wachsen in einer Welt der Medienvielfalt auf. Von Beginn an erleben sie ihre Eltern, die ganz selbstverständlich mit Medien umgehen. Selbst bei einem simplen Stadtbummel kommt man um Bildschirme und Werbetafeln nicht herum.

 

Statt Verboten setzte ich deshalb im Bereich der Medienerziehung vor allem auf Anleitung, klare Absprachen und altersgerechte Inhalte. Ob Computernutzungsdauer, Smartphone oder Fernsehen…

Wie viel Medienkonsum ist ok?

Und ganz selbstverständlich ist die Nutzungsdauer und die Auswahl der Inhalte natürlich altersabhängig.

 

Kinder unter 3 Jahren sollten möglichst wenig fernsehen, denn zunächst ist es wichtig die reale Welt zu begreifen. Dennoch hatten wir beispielsweise zwei DVD’s mit vertonten Bilderbuchgeschichten, die wir gemeinsam mit unserer Tochter angeschaut haben. Das Besondere daran war, dass die Bilder nur langsam wechselten und dazu erzählt wurde und somit die Situation reizärmer war, als bei normalen Trickfilmen mit schnellen Handlungswechseln und einer Vielzahl an Stimmen und Geräuschen.

 

Kinder im Vorschulalter sollten maximal eine halbe Stunde am Stück mit Bildschirmmedien verbringen und dennoch möglichst nicht täglich. Wichtig ist es beim Fernsehen, altersgerechte Inhalte auszuwählen. Wir hatten damals einige DVD(’)s mit kurzen Geschichten, die meist nur 15 –  30 Minuten lang waren. Dadurch gab es auch gar keine Diskussionen darüber , ob die nächste Sendung auch noch geschaut werden dürfe.

 

KIKA und ZDFtivi kann ich aber auch empfehlen. Ich habe diese Sender als Mama immer gerne ausgewählt, da hier keine Werbung ausgestrahlt wird.

 

Ab dem Schulalter raten Experten dazu, dass Kinder Medien nicht mehr als eine Stunde täglich nutzen. Und ich denke, dass ich auch wirklich empfehlenswert, denn durch den Schulalltag sitzen die Kinder bereits sehr viel und brauchen Bewegung. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder ausreichend Möglichkeiten haben, um sich zu bewegen. Im Klartext bedeutet dies also lieber im Sportverein eine Runde kicken, als den Nachmittag vor dem Fernseher zu verbringen.

 

Ab 10 Jahren sprechen Experten sogar davon, dass Kinder 10 Minuten pro Lebensjahr am Tag mit digitalen Medien verbringen dürfen. Das empfinde ich als relativ viel, denn das wären bei meiner 12-jährigen Tochter zwei Stunden täglich. Aktuell haben wir aber bei ihr keine strikte Festlegung, da sie auf Grund der schulischen Anforderungen und ihrem Sport sowieso kaum Zeit zum Fernsehen hat und deshalb meist nur abends ein paar Minuten schaut.

 

Achtet bitte neben der Fernsehdauer auch auf die Inhalte und sprecht ein klares „Nein“ aus, wenn das Kind eine Sendung schauen möchte, die eigentlich noch nicht für diese Altersgruppe geeignet ist.

 

Ich hoffe diese Tipps konnten euch helfen und nun freue ich mich auf eure Meinungen zum Thema…

 

Eure

Sylvi

 

One thought on “Du kriegst noch viereckige Augen – Wie viel Medienkonsum ist ok?

  1. 🐅 Liebe Sylvi!
    Danke für den Beitrag.
    Ich denke, dass Eltern auch als Vorbild wirken sollten.
    Wenn sie z.B. ihre Kinder aus der Kita abholen, das Handy 📱 in der Tasche lassen und ihren Kindern zuhören was sie von ihrem Tag berichten wollen.
    Liebe Grüße vom Tiger 🐅

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