23. Januar 2019 Sylvi 0Comment

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Ihr Lieben,

am 31.01.2019 startet der Film Mia und der weisse Löwe in den deutschen Kinos. Mia zieht mit ihren Eltern nach Südafrika, da diese dort eine Löwenzucht führen sollen. Mia fällt esd schwer sich einzugewöhnen, doch dann schenkt ihr Vater ihr den Löwen Charlie. Eine wunderbare Freundschaft zwischen Mensch und Tier beginnt.. Doch dann soll Charlie verkauft werden, deshalb entschließt sich Mia mit ihm in ein Schutzreservat zu fliehen. Das besondere an Mia und der weisse Löwe ist, dass hier nicht nur echte Löwen vor der Kamera standen sondern der Film auch über drei Jahre gedreht wurde und man sowohl Mia als auch Charlie beim Aufwachsen zu sieht. Zum Filmstart hatte ich die Gelegenheit ein Interview mit Daniah die Villiers, welche die Mia spielt, und Kevin Richardson, der seit 20 Jahren mit Löwen arbeitet, zu führen.

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Daniah de Villiers über den Film und die Arbeit mit Löwen

Liebe Daniah, wie bist du zu dem Angebot die Rolle der MIA zu spielen und was sagten deine Eltern dazu?

Ich war bei einem Vorsprechen in Capetown und nach einem langen Auswahlprozess hat mich Kevin dann ausgewählt. Viele Menschen denken, dass meine Eltern verrückt seien, aber sie lieben mich immer noch. Es war auf jeden Fall eine gemeinsame Entscheidung und meine Eltern hatten großes Vertrauen in Kevin.

Mit einem Löwen zu drehen ist eine große Herausforderung. Hattest du Ängste vor der ersten Begegnung?

Nicht bei unserer ersten Begegnung, denn da war Charlie noch klein und es war einfach nur magisch. Ich weiß nicht, wie es beschreiben soll, aber es war einfach nur schön mit ihm.

Und während der Dreharbeiten? Gab es da einen Moment, wo du Angst verspürt hast oder das Gefühl hattest, es könnte gefährlich sein?

Natürlich ist es an Drehtagen einfach angespannter, denn ich musste mich auf meine Rolle konzentireren und da sind einfach auch so viele Menschen am Set, aber Angst hatte ich eigentlich nicht, denn Thor ist einfach der perfekte Charlie.

Wie hat euch Kevin auf die Arbeit mit dem Löwen vorbereitet?

Wir arbeiteten drei Tage die Woche für mehrere Stunden mit Thor (Charlie). Kevin hat mir beigebracht autoritär zu sein, aber auch mehr zuzuhören. Unsere Beziehung war sehr intim, dennoch musste ich lernen klare Grenzen zu setzen.

Copyright Emmanuel Guionet/Galatée Films-Outside Films

Die Dreharbeiten gingen über drei Jahre. Du und der Löwe – ihr Beide seid gewachsen und sich auch die Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Wie hat sich die Beziehung zwischen euch verändert?

Ich denke, wenn die Löwen jünger sind, dann haben sie mehr Enerige und wenn sie größer sind, dann sind sie ruhiger aber dennoch kraftvoll. Über die Jahre ist meine Liebe zu ihm immer mehr gewachsen, weil ich ihn immer besser kennenlernte.

Ich habe gelesen, dass du ihn auch jetzt nach Drehschluss regelmäßig besuchst. Erkennt er dich immer noch wieder und wie sind diese Treffen?

Ja, erkennt mich immer noch und das ist einfach wundervoll, denn es hat so etwas telepathisches – das sehe ich in seinen  Augen. Er ist ein so ein wichtiger Teil meines Lebens geworden.

Es gibt Szenen im Film, da musst du dich vor dem Löwen verletzlich zeigen. War dies eine besondere Herausforderung bzw. wie hat der Löwe darauf reagiert?

Ja, das war definitv eine Herausforderung, denn man muss so viel von sich geben und die Kamera ist im Grunde ein Fenster zu deiner Seele. Es war vor allem deshalb herausfordernd, weil es nicht um mich und Thor ging, sondern um Mia und Charlie.

 

Kevin Richardson über die Arbeit am Film und die Zusammenarbeit mit Daniah die Villiers

Kevin, als sie von diesem Projekt hörten, wie war ihre erste Reaktion?

Es gab im Grunde keine „erste Reaktion“, da es eine gemeinsame Entscheidung mit Gilles war so einen Film zu machen. Ich wurde nicht als Löwen-Experte für einen solchen Film angefragt, sondern wir haben diese Idee gemeinsam diskutiert,

Nun haben sie über drei Jahre mit Kindern gearbeitet. Worauf mussten sie dabei besonders achten.

Es ist immer herausfordernd, wenn du mit Kindern arbeitest. Es nicht mal so sehr die Löwen… Aber Spaß bei Seite, Daniah und Ryan waren einfach unglaublich, denn sie hingen förmlich an meinen Lippen –  manchmal sogar zu sehr. Es war natürlich wichtig, dass sie bestimmte grundlegende Dinge wirklich korrekt machten. Man kann es vergleichen mit einem Flugzeug. Ein Flugzeug auf dem Boden ist nicht gefährlich, ein Flugzeug, welches in die falschen Hände gerät, kann gefährlich sein und mit einem Flugzeug in den richtigen Händen kann es sogar Spaß machen. So ist es im Grunde auch mit Löwen.

Copyright Jeroen Hofman

Waren Sie bei der Entscheidung Daniah für die Rolle der Mia zu besetzen beteiligt und wenn ja, warum wurde Daniah ausgewählt?

Ja, ich war auf jeden Fall involviert, aber dabei ging es nicht um ihre schauspielerischen Fähigkeiten, sondern um bestimmte Qualitäten und Eigenschaften, die sie neben dem schauspielerischen Talent mitbringen mussten. Daniah und Ryan waren aber auf jeden Fall meine erste Wahl.

Einen Film über drei Jahre zu drehen, ist sicher ein Mammutprojekt, aber es schafft sicher auch Einsichten und Erkenntnisse. Was nehmen sie aus diesem Projekt für sich mit.

Wenn man gemeinsam an einem so großem Projekt arbeitet, ist man quasi damit verheiratet und es immer herausfordernd. Aber wir sind eine Familie geworden. Doch mit Menschen, mit unterschiedlichen Meinungen und Erkenntnisse, zu arbeiten, ist immer herausfordernd. Wir haben mit diesem Projekt Pionierarbeit geleistet, denn in dieser Form gab es so etwas noch nicht und meine Motivation war es auch, dass ich hoffe, dass dieser Film Menschen verändert.

Worauf möchten Sie mit dem Film aufmerksam machen und wie kann man ihre Arbeit unterstützen?

Die wichtigste Botschaft für mich ist es auf die Situation der Löwen weltweit aufmerksam zu machen. Die generell abnehmende Zahl an Löwen, aber auch die Bedingungen unter denen sie gehalten werden. Die Leute können mich und meine Arbeit unterstützen, wenn sie die Website meiner Stiftung besuchen und uns bei unserer Mission unterstützen

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