8. November 2018 Sylvi 0Comment

Ihr Lieben,

es ist wieder Zeit für einen neuen Beitrag aus unserer beliebten Rubrik „Wir fragen – wir antworten!“. Heute wollen wir uns dem Thema Ernährung widmen. Gerade mit Kindern rückt das Thema „Gesunde und ausgewogene Ernährung“ noch mal etwas mehr in den Mittelpunkt.

Ernährung im Familienalltag

Von Beginn an fragt man sich, was ist denn eigentlich das Beste für mein Kind? Selbstgekochter Brei, Gläschen, Essen direkt vom Familientisch? Und auch, wenn die Kinder älter werden, bleibt das Thema relevant. Burger? Oder Grünkernbratling? Wie wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt haben und was uns wichtig ist, verraten wir euch heute hier.

 

Sylvi fragt – Berenice antwortet

Liebe Berenice, wie würdest du deine beiden Kinder bezüglich auf ihre Essgewohnheiten beschreiben?

In einem Wort: unkompliziert. Meine Kinder sind schon immer gute Esser und probieren tatsächlich alles. Natürlich gibt es Dinge, die sie nicht mögen, aber das variiert immer. Mal mag die eine zwei Wochen lang keine Pilze und dann mag die andere plötzlich keine Tomaten mehr. Aber wir hatten hier nie den Fall, dass alles, was grün ist akribisch vom Teller sortiert wird.

Was ist dir besonders wichtig in Bezug auf Ernährung? Was möchtest du deinen Kindern vermitteln bzw. mitgeben?

Ich selbst ernähre mich sehr ausgewogen und gesund und zeige meinen Kindern damit auch die Vielfalt, die ein Speiseplan bieten kann. Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Ernährung eine große Rolle für den Körper spielt und dass wir damit bewusst an unserer Gesundheit arbeiten können. Aber ich möchte auch nicht zu streng sein, denn essen soll auch Spaß und Genuss sein. Daher gibt es bei uns auch keine generellen Verbote.

Wie stehst du Süßigkeiten? Wohl dosiert und unter Kontrolle oder jeder Zeit griffbereit?

Meine Kinder dürfen jeden Tag Süßigkeiten essen. In Maßen. Die Süßigkeiten sind bei uns nicht unter Verschluss und quasi frei zugänglich. Aber die Kinder fragen immer, ob sie was nehmen dürfen und auch wieviel. Ich halte nichts von Verboten, da das meiner Meinung nach noch mehr verführt. Nach dem Essen gibt es eine Kleinigkeit und abends auch mal ne Portion Popcorn oder Kekse vorm Fernseher.

Thematisierst du mit deinen Kindern das Thema „Gesundes Essen und Ernährung“? Und wenn ja, auf welche Art und Weise?

Die Kleine ist mit drei Jahren zu klein, um gewisse Dinge zu verstehen. Aber ich integriere sie beim Einkaufen oder Kochen, erkläre ihr wo das Obst wächst und was man alles daraus machen kann. Bei der Großen ist es schon eher Thema. In der Schule kommt er immer wieder zu Situationen, dass Kinder in ihrer Klasse ein sehr ungesundes Frühstück dabei haben. Tatsächlich gibt es da Burger dieser bekannten Kette mit dem großen M oder ne Tüte Chips. Sowas finde ich sehr traurig und erschreckend. Dann reden wir natürlich darüber und ich erkläre auch, warum ein ausgewogenes Frühstück und Ernährung allgemein so wichtig sind.

Brotdose Lunchbox Ideen Kinder

Was kommt bei euch gar nicht auf den Tisch und warum?

Gar nicht leiden kann ich diese kleinen Tütchen voller Geschmacksverstärker, die ein leckeres Gericht zaubern sollen. Da setze ich eher auf frische Kräuter und Gewürze. Bei Eiern und Fleisch kaufe ich Bio-Produkte und bei Fisch lege ich Wert auf die Nachhaltigkeit. Ich ernähre mich weder vegan noch vegetarisch, aber mir ist es wichtig zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen. Daher kaufe ich gerne regional, beispielsweise auch auf dem Markt oder beim Bauern.

Berenice fragt – Sylvi antwortet

Liebe Sylvi, welchen Wert spielt Ernährung in Eurer Familie und wie würdest Du Euer Credo in wenigen Worten beschreiben?

Oh, Ernährung spielt hier immer wieder eine Rolle. Das hat unter anderem gesundheitliche Gründe, aber auch die Frage, wie können wir uns gesund und ausgewogen ernähren ohne auf alles verzichten zu müssen. Es soll gesund und lecker sein. Kein Leben im Verzicht, aber auch nicht im Überschwang. Also im Grunde: Alles erlaubt, aber in Maßen!

Nach welchen Kriterien kaufst Du Deine Lebensmittel ein? Was ist Dir wichtig?

Eine wichtige Prämisse ist auf jeden Fall, dass wir möglichst wenig Lebensmittel kaufen, die bereits stark verarbeitet worden sind. Das heißt, dass wir keine Fertiggerichte kaufen, möglichst pur und regional, Fleisch und Fisch in Maßen und dafür, wenn möglich, in guter Qualität. Und wir achten sehr darauf, dass wir keine Lebensmittel mit Phenylalaninquellen, Hefeextrakt oder Palmöl kaufen. Wir belesen uns und versuchen, die Dinge, die uns wichtig sind, so gut wie möglich umzusetzen. Das gelingt vor allem dadurch, dass wir immer frisch kochen und stark verarbeitete Lebensmittel meiden.

Deine große Tochter ist 12. Sind Themen wie Ernährung, Gewicht oder gar Diät aktuell bei Euch?

Klar! Aber tatsächlich nur ab und an. Manchmal fühlt sie sich zu dick, aber dennoch isst sie gern. Sie ist jedoch jemand, die schon immer wenig Süßigkeiten gegessen hat und stattdessen eher zu Käse, Joghurt oder Obst greift. „Mama, wollen wir mal wieder Salat essen?“, höre ich hier eher, als: „Wann bestellen wir mal wieder Pizza?“. Sie hat ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper und ein gutes Körpergefühl, weshalb ich mir eigentlich keine Sorgen mache, dass sie in die eine oder andere Richtung abdriften könnte. Wenn sie mal der Meinung ist, dass sie „zu dick“ ist, merkt man schnell, dass das eher nur so daher gesagt ist…

Hattest Du andere Pläne in Bezug auf die Ernährung Deiner Kinder bevor Du tatsächlich Mutter wurdest?

Nein, eigentlich nicht. Sicherlich setze ich mich jetzt mit dem Thema Ernährung intensiver auseinander als mit Anfang 20, aber auch ich bin zu Hause mit frischen, saisonalen Lebensmitteln aufgewachsen. Auch in meinem Elternhaus wurde und wird stets frisch gekocht und stark verarbeitete Lebensmittel kommen nicht auf den Tisch. Der einzige Unterschied ist sicherlich, dass ich mich noch mehr mit Zutatenlisten auseinandersetze, als meine Eltern und generell mehr ausprobiere, als meine Eltern, die die klassische Hausmannskost bevorzugen. Meinen Kindern wollte und will ich ein Gefühl für gesunde Ernährung mitgeben ohne zu dogmatisieren. Freude am Kochen zu vermitteln ist uns natürlich auch wichtig.

Du kennst sicherlich Sätze wie „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.“ oder „Wenn Du nicht aufisst scheint morgen nicht die Sonne.“ – Was hältst Du davon?
Natürlich kenne ich die und halte absolut gar nichts davon. Bei mir wurde nie jemand zum Essen gezwungen und es muss auch nicht aufgegessen werden. Ich esse ja auch nicht weiter, wenn ich satt bin. Natürlich kann man dann sagen: „Nächstes Mal nimmst du einfach erstmal ein bisschen weniger!“, aber bis Kinder das gelernt haben dauert es einfach eine Weile und das ist völlig ok. Wenn ich koche, koche ich möglichst mit verschiedenen Komponenten. So kann sich jeder nehmen, was ihm schmeckt. Ganz zur Not, wenn es überhaupt nicht schmeckt, gibt es auch mal eine Scheibe Brot, aber ich zwinge niemanden zu probieren. Ich will ja auch nicht Dinge essen müssen, die mir nicht schmecken.

Und wie ist das bei euch und euren Kindern? Was ist euch in Bezug auf Ernährung besonders wichtig?

Bis bald,

Berenice und Sylvi

Mehr aus der Reihe Wir fragen – wir antworten, findet ihr hier:

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Gedanken zum Wiedereinstieg – Scheitern, Umwege und Neuanfang

Gedanken zum Schulstart – Ängste, Erwartungen und Erfahrungen

 

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