Sylvi 0Comment

Ihr Lieben,

darf ich euch Eleanor vorstellen? Eleanor Oliphant! Sie ist 30 Jahre jung, arbeitet im Büro, ist alleinstehend und auf der Suche nach der großen Liebe. Klingt doch nach einem tollen Liebesroman für den Sommer, oder? Aber Ich, Eleanor Oliphant* von Gail Honeyman ist keineswegs ein solcher Roman.

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Eleanor ist anders; anders als andere. Sie lebt zurückgezogen, hat nicht viel Kontakt zur Außenwelt, auch nicht zu ihren Kollegen. Freunde? Fehlanzeige. Ihre Sicht auf die Welt ist einzigartig. Irgendwie schräg und teilweise brüllend komisch. Für ihre große Liebe versucht sie „normaler“ zu werden. Sie kommt aus sich heraus, begibt sich unter Menschen und lernt dabei nicht nur die Welt sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen. Doch irgendwann folgt die Erkenntnis, dass ihre große Liebe, der Musiker, nicht zu ihr passt und eine Beziehung mit ihm nur eine Wunschvorstellung war.

Es folgt der Absturz!

Mit Hilfe von Raymond, mittlerweile ihr erster platonischer Freund, rafft sie sich aber dann doch auf die Schatten der Vergangenheit, die immer noch über ihrem Leben schweben, zu vertreiben. Es ist keine einfache Reise auf die sie sich begibt. Es folgen schmerzliche, lange Zeit verdrängte, Erkenntnisse, die auch für mich als Leserin erschütternd waren. Eleanors Geschichte ist unfassbar traurig, doch die Stärke mit der sie versucht ihre Vergangenheit aufzuarbeiten ist wiederum bewunderswert.

Ich, Eleanor Oliphant*  ist ein ergreifender Roman über eine Frau, die die Liebe sucht, aber sich selbst findet.

Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte: Gute Tage, Schlechte Tage, Bessere Tage. Während der Leser Eleanor im ersten Teil dabei begleitet, wie sie versucht das Herz des Musikers zu erobern, folgt in Teil zwei der Absturz und die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit, die dann im dritten Teil zu verborgenen Erkenntnissen führt.

Ich, Eleanor Oliphant* ist ein spannendes, komisches und zugleich tief trauriges Buch. Gail Honeyman war mir bisher nicht bekannt, doch sie überzeugte mich vor allem mit ihrer Art zu erzählen und zu beschreiben. Ich, Eleanor Oliphant* ist kein Buch für zwischendurch, man sollte und muss sich Zeit nehmen zum Lesen. Auch wenn ich es vor allem im ersten Teil irgendwann recht langatmig empfand, es teilweise für einige Tage zur Seite legte, kann ich es euch nur empfehlen. Die Geschichte von Eleanor lässt einen erschaudern und berührt einen dennoch.

Gail Honeyman ist mit Ich, Eleanor Oliphant* ein herausragendes Werk gelungen, welches ich mit der Schulnote 1- benoten würde. Das Minus allerdings nur deshalb, weil ich den ersten Teil doch als etwas zu lang empfand.

Eure

Sylvi

 

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