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Ihr Lieben,

ich sehe meine Mutterschaft unteranderem auch als eine große Reise – eine Reise zu mir selbst. Seit knapp 11 Jahren bin ich nun Mutter und es war ein stetiger Lernprozess. Ich habe meine Schwächen erkannt, mein Verhalten als Mutter immer wieder hinterfragt, das Verhalten meiner Kinder versucht zu verstehen und mich immer wieder gefragt:

„Bin ich auf dem richtigen Weg?“,

„Warum reagiere ich so und nicht anders?“

Gerade Eltern von Kindern, die mitten in der Autonomiephase stecken, kennen vielleicht dieses Gefühl der Überforderung, wenn das Kind „trotzt“. Es beispielsweise wütend auf dem Boden des Supermarktes liegt, weil es den Einkaufswagen nicht schieben durfte, und man selbst steht gestresst oder gar genervt daneben und weiß nicht, wie man die Situation möglichst stressfrei bewältigt.

„Wann lernt er/sie es nur endlich sich nicht ständig auf den Boden zu schmeißen.“, mag der Ein- oder Andere denken.

Doch ist es tatsächlich ein Fehlverhalten des Kindes, was hier korrigiert werden muss?

Susanne Mierau gibt in ihrem neuen Buch Ich! Will! Aber! Nicht!: Die Trotzphase verstehen und gelassen meistern (Affiliate-Link*) viele nützliche Ratschläge, um die Autonomiephase besser zu verstehen und sich selbst als Elternteil zu reflektieren. Hinzu stellt sie Grundzutaten vor mit denen es uns Eltern gelingen kann entspannter durch schwierige Zeiten zu kommen.

 

Nach psychologischen Grundlagen, die mich sehr an meine ersten Semester an der Uni erinnerten, geht es um Autonomie und Selbstwirksamkeit, die Bedeutung unserer eigenen Kindheitserfahrungen für unser Erziehungsverhalten bevor Susanne im Anschluss Grundzutaten für einen entspannteren Alltag vorstellt und an typischen Beispielen verdeutlicht, wie sehr bereits ein anderer Blick auf das Kind und sein Verhalten hilft, um typische Konfliktsituationen zu vermeiden.

Die Frage, die wir uns als Eltern dabei zudem immer wieder stellen sollten:

„Warum sage ich gerade NEIN?“

Geht es um die Verhütung einer offensichtlichen Gefahr, weil mein Kind beispielsweise gerade die Steckdose erforscht, oder will mir mein Kind beispielsweise nur beim Kochen helfen, aber ich möchte dies eigentlich schnell alleine machen. In einer solchen Situation könnte ich auch anders reagieren und mein Kind einbinden, auch wenn dies ggf. bedeutet, dass es dann länger dauert.

Viele vermeintlich schwierige Situationen, die alle Eltern kennen, lassen sich also auch entschärfen, indem wir versuchen nicht auf unserem Standpunkt zu beharren, sondern die Situation aus der Sichtweise des Kindes zu betrachten.

Zu bekannten Themen, wie Zähneputzen, Aufräumen oder das Verhalten am Esstisch gibt Susanne nützliche Anregungen, um entspannter solche Konfliktsituationen zu meistern.

Mir persönlich gefiel besonders das Kapitel: „Erfahrungen aus der Kindheit“. In dem es um die Last der eigenen Vergangenheit geht und den Gedanken, den sicher auch viele kennen: „Was wohl die anderen denken?“

Hier fühlte ich mich ertappt, denn leider denke auch ich immer noch viel zu häufig darüber nach, wie andere das Verhalten meiner Kinder und mich als Mutter bewerten. Doch Susanne hat vollkommen recht, wenn sie sagt:

„So, wie wir das Gefühl haben, in den Augen anderer gute Eltern sein zu wollen, lernen unsere Kinder, dass sie folgsam sein und ihre eigenen Bedürfnisse unterdrücken sollen.“(S. 74)

Generell mag ich bei Susanne, in jedem Buch, dass sie die Individualität jeder Familie und jedes Kindes anerkennt und dies auch immer wieder deutlich macht. Sie wird nie dogmatisch sondern versucht stattdessen aufzuklären ohne zu belehren.

Dieses Buch ist einfach wunderbar, denn es hilft Eltern die Autonomiephase ihres Kindes besser zu verstehen und hält zudem nützliche Anregungen für alltägliche Konfliktsituationen bereit.

Ich! Will! Aber! Nicht!: Die Trotzphase verstehen und gelassen meistern (Affiliate-Link*) ist im GU-Verlag erschienen und erhält von mir die Schulnote 1. Absolute Leseempfehlung für Eltern, deren Kinder gerade mitten in der Autonomiephase sind, und all jene, die sich weiterbilden wollen.

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2 thoughts on “Leseempfehlung: Ich! Will! Aber! Nicht von Susanne Mierau*

  1. Ich bin echt am überlegen es mir zu holen. Ich finde ihren (deinen übrigens auch😁) Blog toll und lese da sehr gern. Unser kleiner Mann ist 2 1/2 Jahre und damit mitten drin.

    Lg

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