Sylvi 1Kommentare

Beitrag enthält Affiliate-Links*

Ihr Lieben,

am Freitag hatte ich Post im Briefkasten, auf die ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Das neue Buch von Susanne Mierau lag endlich vor mir und ich ließ alles stehen und liegen, um gleich mal darin zu blättern. Dienstags stelle ich euch hier auf dem Blog immer ein Buch vor und ich hatte auch schon eine Besprechung fertig, doch heute warf ich all meine Planungen um. Ich wollte euch einfach gleich von diesem großartigen Buch berichten und deshalb musstet ihr nun doch ein bisschen warten auf meinen heutigen Blogpost…

Lange bevor ich selbst angefangen habe zu bloggen, war ich bereits Blogleser. Zu den Blogs, denen ich damals wie heute folgte, gehörte auch Geborgen Wachsen. Susannes Art zu schreiben, die Art und Weise, wie sie Denkanstöße formulierte, gefiel mir und gefällt mir auch heute noch.

Ihr erstes Buch Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden und Eltern entspannt bleiben (Affiliate-Link*) habe ich euch hier schon vorgestellt. Das Buch sprach mir aus der Seele, auch wenn ich selbst für mich nicht mehr viel daraus ziehen konnte, denn meine Mädchen, heute 5 und 10 Jahre alt, waren dem Babyalter bereits entwachsen. Umso gespannter war ich nun auf Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten(Affiliate-Link*). Und was soll ich sagen, auch dieses Mal hat mich Susanne begeistert und durch ihren wunderbaren Schreibstil hatte ich das Buch auch im Nu durchgelesen.

Kennt ihr sie auch diese Fragen mit missbilligendem Unterton, meist aus der eigenen Elterngeneration: „Wie lange willst du denn noch stillen?“ oder „Meinst du nicht, dass es langsam mal Zeit fürs Töpfchen wäre?“. Ich habe mich schon oft rechtfertigen müssen, lasse mich mittlerweile aber nicht mehr auf solche Diskussionen ein. Nach der Lektüre von Susannes neuem Buch fühle ich mich nochmehr darin bestätigt meinen Weg so weiterzugehen, wie bisher und in meine Kinder und mich zu vertrauen. Darauf zu vertrauen, dass alles zu seiner Zeit kommt sowie mich und sie nicht unter Druck zu setzen; mich nicht an irgendwelchen Dogmen zu orientieren und einfach möglichst gelassen zu bleiben. Das gelingt mir nicht immer und ich habe mich beim Lesen ein paar Mal ertappt gefühlt. Ertappt ist vielleicht das falsche Wort, aber ihr wisst sicher, was ich meine. Ich habe meine eigenen Baustellen erkannt und versuche die Tipps von Susanne nun umzusetzen. Ich möchte euch gerne ein Beispiel geben, denn mir fiel das gestern einfach selbst auf  – das ist ja schon mal ein ganz guter Anfang, oder?

Wir haben zwei dieser Gymnasikbälle und die Kleine hangelte sich irgendwie auf den großen Ball und stieß sich dafür mit den Zehenspitzen an einem Schrank ab. Es hätte unglaublich viel passieren können und im schlimmsten Fall hätte sie auf den Kopf stürzen können. Ich bin bei sowas immer etwas übervorsichtig. Meine Reaktion war also entsprechend: „Mäuschen lass das lieber, du könntest dir wehtun!“ Zum Glück ist die kleine Dame ziemlich resistent, was solche Aussagen von mir angeht. Sie hat ihren eigenen Willen und lässt sich so leicht von nichts abbringen, und schon gar nicht, wenn Mama das sagt. Jedenfalls saß sie kurz drauf auf diesem riesen Gymnasikball und meinte ganz selbstbewusst zu mir: „Ich kann das!“

Innerlich musste ich schmunzeln und an Susannes Worte denken:

„Was lernt das Kind, wenn wir es Hindernisse überwinden lassen? Es lernt, dass es Hindernisse überwinden kann.“ (S.38)

Ich habe mir nun fest vorgenommen ab und an meinen Mund zu halten und einfach zu vertrauen.

Doch zurück zum Buch.

Nach den ersten beiden Kapiteln Verbindungen entwickeln sich und Vertrauen bilden folgt Entwicklung nach dem ersten Geburtstag, der eigentliche Haupteil des Buches. Hier gliedert Susanne ihren Text in sieben Säulen und gibt jeweils am Ende immer zehn Anregungen. Neben Themen, wie dem erholsamen Schlaf oder gesunde Ernährung geht es hier auch um Sprache und das Lernen im Spiel. Anschließend folgen noch drei weitere Kapitel Euer Alltag ist ihre Kindheit; Kinderbetreuung und Kinderbegleitung sowie Eigene Bedürfnisse achten. Gerade aus dem letzten Kapitel habe ich noch einmal ziemlich viel für mich mitnehmen können. Auch hier habe ich mich wieder so ertappt gefühlt und meine eigenen Baustellen erkannt. An diesen möchte ich arbeiten und gerade für diese Denkanstöße möchte ich Susanne aus tiefstem Herzen danken.

Besonders erwähnen möchte ich aber, dass auch Caspar Mierau in diesem Buch zu Wort kommen durfte. Wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich mir sogar gewünscht, dass er noch ausführlicher aus seiner Vaterperspektive berichtet hätte. Doch ein Satz von ihm ist mir besonders in Erinnerung geblieben:

„Es war gar nicht so einfach zu verstehen, dass jedes Kind andere Bedürfnisse hat.“ (S. 29)

Lieber Herr Mierau, wie sehr Sie mir mit diesen Worten aus der Seele sprechen. Auch unsere beiden Mädchen sind völlig verschieden und es zeigt sich mir jeden Tag wieder, wie wichtig es ist „achtsam“ zu sein, wie Sie sagen. In ihren Worten liegt aber noch viel mehr. Ich lese darin, dass es eben keine allgemeingültigen Rezepte gibt. Das wir uns aufeinander einlassen müssen, den Kindern auf Augenhöhe begegnen und ihre Bedürfnisse ernstnehmen sollten. Auch ich habe eine Weile gebraucht zu verstehen, dass meine Mädchen ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Liebe Susanne, ich danke dir für dieses Buch. Es hat mir soviele Anregungen für mich als Mutter mitgegeben und es war eine Freude es zu lesen. Nur eines würde ich mir nun noch von dir wünschen: ein weiteres Buch: Geborgen durch die Pubertät.

Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten (Affiliate-Link*) von Susanne Mierau hat meine Erwartungen übertroffen und ich kann es euch nur wärmstens empfehlen.

Danke, Susanne!

*Beitrag enthält Affiliate-Links = Links zum Amazon-Partnerprogramm

Merken

Merken

Merken

Eure Sylvi
Folge mir auf Facebook!

One thought on “Vertraut in eure Kinder: Geborgene Kindheit von Susanne Mierau (Rezension)

  1. Liebe Sylvi!

    Vielen Dank für die Buchvorstellung und deine Gedanken dazu.

    Vor allem dein letzter Absatz spricht mir aus der Seele!
    Ich glaube auch, dass es kein allgemein gültiges Rezept für Erziehung gibt. Jedes Kind ist individuell in seinen Bedürfnissen und seiner Persönlichkeit. Und es ist die Aufgabe der Eltern, die Kinder diesen Punkten entsprechend zu begleiten. Das ist durchaus eine Herausforderung, aber auch spannend und am Ende des Tages unheimlich befriedigend!

    Liebe Grüße
    Veronika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.